die lesenswerte Vereinsgeschichte des FV Tiefenbronn

Veröffentlichungsdatum Geschrieben von sschmid, anplesch
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1920 bis 1945

Im Sommer des Jahres 1920 trafen sich im Gasthaus zum Adler 24 sportbegeisterte und gleichgesinnte junge Männer, um neben dem Turnverein einen Verein für Fußball zu gründen. Aus diesem Zusammentreffen entstand der Fußballverein Tiefenbronn. Die Gründungsmitglieder waren:

  • Bellezer Gustav
  • Bohnenberger Wilhelm
  • Bohnenberger Otto
  • Eberle Josef
  • Gnam Ernst
  • Göckler Eugen
  • Hermann Gustav
  • Jost Hermann B
  • Kunle August
  • Jost, Hermann T
  • Zoller Albert
  • Schwarz Emil
  • Wild Alfons
  • Wirth Josef
  • Etzel Heinrich
  • Gehrum Hermann
  • Hermann Otto
  • Morlock Ruppert
  • Schindler Friedrich
  • Jost Otto
  • Wild Franz
  • Gnam August
       

Der sportliche Gedanke hat bereits früher in Tiefenbronn Einzug gehalten; viele Jahre zuvor stand der Turnverein Tiefenbronn sowohl in seiner Mitgliedsstärke als auch in seinen Leistungen an erster Stelle der Gebietsvereine.

Deshalb fällt das Gründungsjahr des Fußballvereins Tiefenbronn um mehr als ein Jahrzehnt später als in allen Nachbarvereinen, von denen wiederum die Sportfreunde Lehningen den Anfang machten. In der ersten Generalversammlung wurde Franz Wild zum 1. Vorstand, Emil Schwarz zum 2. Vorstand, Josef Eberle zum Schriftführer und Josef Wirth zum Ballwart gewählt.

Der erste Sportplatz wurde in den Forchenwiesen auf einem gepachteten Gelände angelegt. Bald darauf konnte von der Gemeinde das Gelände in den oberen Fleckenwasen, ebenfalls pachtweise, zur Verfügung gestellt werden.

Das erste Wettspiel wurde in Nagold gegen den dortigen Fußballclub ausgetragen. Es spielten damals die Brüder Wilhelm und Otto Bohnenberger, Emil Schwarz, Ernst und August Gnam, Albert Zoller, August Kunle, Josef Wirth, Hermann Thad, Jost, Friedrich Schindler, Karl Gnam, Gustav Bellezer und als jüngster Otto Gerhardt.

Im Spieljahr 1923/24 errang der Fußballverein Tiefenbronn seine erste Meisterschaft in der C-Klasse und stieg in die B­Klasse auf. Im Spieljahr 1930/31 gelang dem Verein der Aufstieg von der B-Klasse in die A-Klasse.

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Nach der Platz­Renovierung wurde zwei Jahre mit wechselndem Erfolg in der A­Klasse gespielt. Durch Neueinteilung der Spielklassen wurde unser Verein in die B­Klasse als sogenannte 2. Kreisklasse eingereiht.

Im Herbst 1939 kam es zuerst nicht zum Spielbeginn, da der zweite Weltkrieg den größten Teil der Aktiven zu den Waffen rief. Trotzdem kam eine Verbandsrunde zusammen, an der die Vereine Wiernsheim/Mönsheim, Neuhausen, Hausen, Hamberg und Tiefenbronn teilnahmen. Unserem Verein gelang es, die Kriegsmeisterschaft der B-Klasse im Kreis Pforzheim, Gruppe 1 zu erringen.

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Bis zum Jahr 1943 wurde regelmäßig gespielt und zwar wurden zusammen mit den Vereinen Germania Brötzingen, VfR Pforzheim, FC Ersingen, Sportclub Pforzheim und Turn­ und Sportverein Ellmendingen Pflichtspiele ausgetragen.

Es war nicht einfach, den Spielbetrieb während der Kriegsjahre aufrecht zu erhalten. Nur durch langwierige Verhandlungen konnte die Zuteilung von Benzin und Flaschengas für die Verkehrsmittel erreicht werden. Man staunte allerorts, dass in Tiefenbronn immer noch Fußball gespielt werden konnte. Dies war jedoch mit einheimischen Spielern allein nicht mehr möglich.

Gastspieler in diesen Kriegsjahren kamen aus Hamberg, Mühlhausen, Wimsheim, Wurmberg, Birkenfeld und Mönsheim. Später, im Jahre 1944, war es trotz aller Leidenschaft und Mühe nicht mehr möglich den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

Die grossen Städte in Deutschland waren zerstört, Pforzheim wurde schwer getroffen, teilweise wurden auch die ländlichen Regionen bombardiert. Es war eine der schlimmsten Zeiten, die der Enzkreis und Deutschland erleben mussten. Der Schrecken fand ein Ende am 8. Mai 1945 mit der Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschlands.

Im Spätsommer 1945 verhalf der Sport und der Fussball in Tiefenbronn Zerstreuung zu finden und den Blick nach vorne zu richten. Manche Kameraden sind nicht mehr zurückgekehrt, der Platz in der Aufstellung blieb leer, doch in der Erinnerung standen sie mit auf dem Spielfeld, ihr Trikot war gegenwärtig, ein Gruss an alle, die nicht mehr mit auflaufen konnten.
 
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